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Talen und Velvet 05
 

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Mittlerweile war es später Nachmittag und Velvet saß gerade in dem fellbedeckten Felssessel, um eines seiner Bücher zu lesen, Üüber dem Feuer schmorte ein Schweinegulasch und die Sonne schien durch den Eingang, wärmte den Elfen und schimmerte in dem Kristallkelch mit dem edlen Rotwein, der an der Seite stand. Talen war die ganze Zeit unterwegs gewesen und der schlanke Dieb hatte die Zeit dazu genutzt, sich selbst ein wenig zu erholen ... die Zeit mit angehmer Ruhe und Lesen verbracht und wartete nun nur noch auf den Assassinen, daß dieser wieder zurückkam. 'Es ist schon seltsam .... ich kenne ihn erst so kurz, doch ich mag ihn. Gerade seine kühle Art ....' Bei seinen eigenen Gedanken mußte Vel auflachen und schüttelte nur amüsiert den Kopf, nahm einen Schluck des Weines und las dann weiter, solange die Sonne ihm noch ein solch gutes Licht schenkte.

Nicht lange, dann kam Talen im Schritt zurückgeritten. Der Hengst hatte vom Schweiß verklebtes Fell, atmete aber ruhig und war inzwischen auch schon wieder trocken. Als Talen abstieg, klopfte er Darkmoon kräftig den Hals und führte ihn dann in die Höhle zu der Stute. Dort angekommen, putzte er das Fell mit einer Handvoll Stroh und rieb so den verklebten Schweiß heraus, bis das schwarze Fell wieder schön glänzte. Unterwegs hatte er sich Gedanken gemacht. Er hatte über Velvet nachgedacht. Der Dieb war eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse und angenehm zu ertragen. Er kümmerte sich um ihn und schien einfach nur ein Lächeln als Dank zu brauchen. Oder auch einen Kuss oder eine Berührung. Auch wenn sich Talen noch nicht ganz zu einem Kuss überwinden konnte. Der Hunger trieb ihn dann aber zurück in die andere Höhle und er zog das weiße Hemd aus, weil es bequemer war ohne diesen Stoff. Die Art Hemd war ungewohnt für ihn. **Jetzt sind wir beide ruhiger.**

Erfreut nickte Vel und legte das Buch zur Seite, stand auf und kam zu dem ein wenig Größeren, um ihn von oben bis unten zu mustern. Dann lachte er und zog ihn einfach in die Badehöhle, begann, ihn auszuziehen und wisperte neckend in dessen Gedanken. **Das glaube ich - ihr wart ja ziemlich lange weg, Hm ? Du solltest baden, mein Hübscher, auch wenn ich den Schweißgeruch an dir mag .....** Der Dieb fragte ihn nicht, wo er gewesen ist - dies war etwas, das nur Talen anging, und Vel genügte die Tatsache, daß der Grünäugige wieder zu ihm zurückgekehrt war.

Talen ließ sich willig mitziehen und entkleiden. **Wir sind durch den Wald getobt und dann über eine Wiese, einen Hügel runter und wieder rauf.... das ist gut für seine Ausdauer.** erzählte Talen. Man merkte, daß Darkmoon sein bisheriger Begleiter und engster Vertrauter war. **Vielleicht können wir das Morgen zusammen machen ?** Es war ein Angebot, was er selten machte.

Und es überfuhr den schlanken Dieb völlig, so daß er damit innehielt, Talen die Hose auszuziehen. Doch dann errötete er tief und zog ihm die Hose aus, legte sie zur Seite und ging dann wieder zu dem Grünäugigen, um ihn ein wenig verlegen anzulächeln. **Gerne, Talen ... auch wenn meine Stute und ich höchstwahrscheinlich nicht mit euch mithalten können. Meine Kleine mag es eher langsam ... so wie auch ich, ich kann nicht so schnell reiten. Aber ich denke, es wird herrlich sein, euch beiden zuzusehen, Hm ?**

**Darkmoon ist auch nicht der Allerschnellste... das Blut von dem Kriegs-Ross in ihm ist zu stark, es macht ihn schwerfällig. ...Aber du kannst auch zusehen... oder musst nicht mit.. eben nur, wenn du magst.** Talen war etwas unsicher, er hatte gemerkt, daß es Velvet etwas unangenehm war.

**Gerne. Ich war nur überrascht ... und ... nunja, viele spotten darüber, daß ich eben nicht so gut reiten kann. Aber ich reite gern mit dir mit, mein Hübscher ...** Vel war erleichtert, daß der Andere ihn nicht ausgelacht hatte und kam wieder zu ihm, kuschelte sich näher und leckte sacht ein wenig am Hals Talens, kostete den Schweiß und löste sich dann wieder, um leise summend ein Handtuch von der Seite zu nehmen, das er Heute gewaschen und auch schon neben dem Feuer getrocknet hatte.

Talen schien Velvet glücklich gemacht zu haben, das sah er an dessen leuchtenden Augen. Daß es so war, gab ihm ein gutes Gefühl. Eines, das er bisher noch nicht gehabt hatte... er sah Velvet gern an, wenn er so glücklich wirkte. **Ich lache nicht über Andere, die etwas nicht so gut können... dafür können sie vielleicht etwas, das ich nicht so gut kann. Es gleicht sich immer aus.** erklärte er und ging an Velvet vorbei, um in das warme Becken zu steigen. Er tat es bewusst und streifte dabei einen Moment mit den Fingern die Hand des etwas Schmaleren.

Jener sah überrascht hoch und drehte unwillkürlich seine Hand, so daß er die Finger Talens mit den Eigenen fing. Ein Lächeln erwachte auf seinen Zügen und er umfaßte sie sanft - ließ dessen Hand dann los und zog sich aus, um nicht naß zu werden, nahm einen der weichen Schwämme und tauchte ihn in das Wasser, damit er dem Grünäugigen von außerhalb den Schweiß vom Körper waschen konnte.

Talen tat es ihm gleich. Er musterte Velvet dabei schweigend und besah sich dessen schimmernde Augen. Er genoss diese Ruhe, das Waschen und das Zusammensein. Und das mehr, als er je gedacht hatte. Velvet akzeptierte ihn, wie er war, und anders herum. Sein Blick lenkte sich nach Kurzem auf die feinen Lippen seines Gegenübers. Mit denen hatte Velvet ihn geküsst, er konnte noch was spüren, als er sich erinnerte. Unbewusst kam er näher und küsste den Blauäugigen. Es war ein sanftes Nippen, fast ein Kosten. Als würde er herausfinden wollen, wie Velvet schmeckte.

Ihm antwortete ein fast nicht fühlbarer Hauch, als der Schlankere einatmete ... er schloß seine Augen und öffnete die Lippen, nicht viel, doch eine sanfte Einladung, dies noch zu vertiefen. Der Kuß war überraschend gekommen, doch Vel genoß ihn fühlbar - auch wenn die Berührung nur so leicht war, sie war süß und verlockend und ließ einen sachten Schauer auf Vels Haut erwachen, während er innehielt und der Schwamm in seiner Hand vergessen im Wasser versank.

Der Schwamm, der aus Talens Hand glitt, leistete dem von Velvet rasch Gesellschaft. Talen blickte noch immer auf die Lippen, die sich einladend geöffnet hatten. Süß war der Kuss gewesen, aber es schien, als wolle der Killer nochmal sicher gehen. Talen neigte sich vor und wiederholte diesen sanften Kuss, und hielt diesen etwas länger als den Letzten. **Schmeckt süß.**

Für einen Moment vergaß der schlanke Dieb zu atmen .... dies war so anders, so schön, herb und trotz allem wundervoll, daß Velvet sich ein wenig vorneigte und den Kuß nur eine Nuance vertiefte. **Kommt vom Wein .....** Mehr brachte der Blauäugige nicht zustande und man fühlte auch fast nicht erkennbar den Wunsch nach mehr in seinen Gedanken, der Wunsch nach etwas, das gleichzeitig mehr und weniger, anders und doch das Gleiche war wie das, was sie schon einmal geteilt hatten.

Aber Talen fühlte diesen Wunsch. Ein Wunsch, den er seltsamerweise selber hegte. Unbewusst fasste er in Velvets Nacken und zog ihn etwas mehr zu sich. Mit der anderen Hand nahm er dessen Hüfte und er zog ihn auf sich, damit sie ganz nahe waren.

Jener folgte willig und stieg in das Becken, kam zu dem ein wenig Größeren und erschauerte fühlbar, während er den Kuß nur für einen winzigen Moment unterbrach, um leise aufzustöhnen. Doch dann spürte Vel erneut die so herrlich herben Lippen, vergaß jeglichen Gedanken und ließ sich in den starken Griff sinken, während seine Augen zufielen und der Körper des Diebs weich wurde. Nur ein leises, fast schon nicht mehr bewußt gesendetes **Bitte ....** wehte noch zu Talen, die sachte Bitte nach mehr.

Talen zog ihn näher, bis Velvet auf ihm lag. Er selber rutschte ein wenig tiefer. Sein Körper erschauerte, als Velvets Körper dicht an Seinem lag und sich ihrer beider Erregungen leicht berührten. Es war schön, denn jetzt war Velvet wach, sie konnten sich ansehen, küssten sich und Talen streichelte Velvet über den Rücken herab und berührte den herrlich festen Hintern des Blauäugigen. Den Kuss löste er hin und wieder, um Atem zu schöpfen, doch fanden seine Lippen immer wieder zu Velvets, um daran zu nippen.

'Herrlich ....' Nicht mehr als dieses kleine Wort geisterte durch die Gedanken des Diebes und versickerte wieder in seinem Inneren. Er genoß es viel zu sehr, Talens Körper unter sich zu fühlen - dessen harte Männlichkeit, die sich an seiner Eigenen rieb und dessen Körper, der zwar nicht viel größer und auch nicht viel breiter, doch fühlbar muskulöser als sein Eigener war. Und diese Lippen ... Velvet konnte fast nicht genug davon bekommen, dieser Kuß machte ihn trunken und er ließ sich gerne berauschen, erwiderte das Nippen und berührte schließlich sacht mit seiner Zungenspitze die Oberlippe des Grünäugigen, um ihn in sein eigenes Reich zu locken.

Und Talen ließ sich willig locken. Er öffnete seine eigenen Lippen und neckte mit seiner Zunge die lockende Velvets und folgte ihr in dessen Reich, um sie dort weiter zu umkosen. Seine Hände blieben unruhig, die eine packte hin und wieder den festen Hintern Velvets, und er drückte ihn so auch immer wieder an seine eigenen Lenden. Ein jedes Mal seufzte er wohlig, er genoss das Gefühl, denn es jagte ungeahnte Gefühle durch seinen Körper. Dies hier war anders als das erste Mal. Besser, schöner... atemberaubend.

Und das war es wirklich. Doch Velvet kümmerte sich nicht darum, daß er eigentlich öfters atmen müßte, er genoß es viel zu sehr, sich sanft an Talen zu schmiegen und langsam, dessem Griff folgend, seinen Körper an dem des Assassinen zu bewegen. Die sachte Bewegung in dem angenehm heißen Wasser ließ ihrer beider Härte mehr als nur erregend aneinanderreiben und Vel keuchte leise in ihrem Kuß auf - erschauerte erneut und stöhnte sanft, vergrub seine Rechte in den schweren Haaren des Anderen und berührte mit der Linken dessen Körper, auch wenn er es nicht mehr bewußt bemerkte. Alles, das er fühlen konnte, waren diese herrlich herben Lippen, die Hitze, die an seinen Unterkörper drängte und die Hände Talens, die ihn immer wieder führten.

Das hier war schöner als Sex, es war innig und steigerte Talens Lust in eine unermessliche Höhe. Er konnte kaum genug von Velvets süßen Lippen bekommen und trank dessen leise Laute so, wie Velvet die Seinen trank. Immer wieder führte Talen sein Gegenüber, schob ihn an seine Hüfte und langsam wurde es zu einem gleichmäßig erregenden Takt. Die Hitze in Talens Körper nahm stetig zu und sammelte sich scheinbar in seiner Körpermitte, um dann zu explodieren. Talen kam mit einem leisen Aufschrei und biss Velvet leicht in die weichen Lippen.

Das wiederum ließ den ein wenig Schlankeren leise aufwimmern und er preßte sich regelrecht an Talen heran, um nun selbst zu kommen und leise dabei aufzuschluchzen. Nur langsam wich die Spannung aus seinem Körper und er sackte auf Talen zusammen, seufzte leise und kuschelte sich regelrecht an ihn heran, während ein sachter Laut, der fast wie ein Schnurren klang, in seiner Kehle erwachte und das feine, befriedigte Lächeln auf seinen Lippen noch untermalte.

Talen wirkte zufrieden und entspannt. Das jetzt war wirklich bedeutend befriedigender gewesen als das, was davor im Halbschlaf passiert war. Sein Atem wurde langsam ruhiger und er genoss nur noch die Nähe Velvets. Er war schon erstaunt über sich, aber er wollte im Moment auch nicht darüber nachdenken.

Denken war im Moment auch das Letzte, das Velvet beschäftigte ... er genoß es einfach, in dem heißen Wasser an dem ebenso heißen Körper des Assassinen zu liegen und kostete es aus, schmiegte sein Gesicht in dessen Halskuhle und hauchte manchmal einen fast nicht fühlbaren, trägen Kuß an die weiche Haut. Fast wäre der schlanke Dieb auf Talen eingeschlafen, doch er fing sich im letzten Moment und begann, zart mit den Fingerspitzen über dessen Schulter zu kosen, ehe er wieder ruhig wurde und ein liebevolles **Danke ......** in die Gedanken des Anderen sendete, dem man seine tiefe Befriedigung und Zufriedenheit anhörte.

Talen antwortete nicht, er spürte die Gefühle des Anderen und hätte eh nicht gewusst, was er sagen sollte. Erst nach einer Weile, als auch die Müdigkeit nach ihm griff, drangen leise Worte zu Velvet. **Lass uns schlafen gehen, ja ?... Es wird zu warm.**

**Gerne.** Noch während er sendete, drehte sich Vel und küßte den Anderen zärtlich - dann stand er auf und stieg aus dem Becken, nahm ein Handtuch und trocknete sich ab, ehe er ein Weiteres Talen reichte und ihn anlächelte. Es war ein völlig neuer Moment... fragil und kostbar, neu und wundervoll. Den Blick über den Assassinen schweifen lassend, fragte sich Vel einen Moment lang, was nun anders war ... doch dann verwarf er den Gedanken wieder und schmunzelte, hängte das Handtuch auf und ging zurück in die Haupthöhle, um das dicke Leder am Eingang zu schließen und danach das Feuer noch ein wenig zu füttern, ehe er sich in ihr Lager legte und mit einem Lächeln auf Talen wartete.

Der kam leise zu ihm und schenkte ihm ein seltenes Lächeln. "Das eben war schön gewesen... schöner als das in der Nacht, wo du halb geschlafen hast." Man hörte in den leisen Worten schon, daß ihm das besser gefallen hatte und daß er zufriedener war. Als er sich hingelegt hatte und Velvet sich wieder an ihn schmiegte, lächelte er erneut. Ja, das Zusammensein mit ihm war angenehm.

"Mhm..." Das leise Bejahen war schon fast ein sanftes Schnurren und der schlanke Dieb kuschelte sich noch ein wenig näher, wohlig entspannt und mehr als nur zufrieden. Hier gab es keinen Nutzen, den man aus einer intimen Begegnung ziehen konnte - und es war auch keine Verpflichtung dahinter oder der Gedanke, daß der andere Mann am nächsten Morgen verschwunden war. Dies hier fühlte sich schon fast wie ein Gefährte an, doch ohne die Verpflichtungen und Zwänge, die meist damit einhergingen.

Talen sah nur noch zu, wie Velvet langsam wegdämmerte. Er musterte noch einige Momente das ruhige Gesicht und schloss dann selber seine Augen, um in seinen gewohnten Wachschlaf zu fallen. Diesmal beeinflusste Velvet ihn ja nicht und er schlief nicht so tief ein, wie die Nächte zuvor.

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