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”Die Geburt von Silberfuchs” 01
 

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Ein dichter Nebel, der sich in schleierigen Fäden durch den dichten Wald zieht, war es nicht ungewöhnlich in der herbstlichen Zeit, die Zeit des Sterbenden Laubes, die das Laub feurig rot und gelb leuchten färbte. Beginnt durch den nahenden Winter die schwerste Zeit für die Elfen, die in einem kleinen Hain in der Mitte, dem finstersten Teil des Schattenwaldes lebten. Waren sie im Winter noch gefährdeter als so schon, der Wald von den Menschensielungen umzingelt war, die Menschen oft Jagd auf die Elfewesend, die Walddämonen machten. Hängen die Schädel der Toten als Totem über den Eingängen der Hütten, waren sie als Omen gedacht, um die Geister des Waldes aus den Hütten zu verbannen. Hängen seit einem Mondwechseln frische Schädel an den neuen Hütten der Menschen, vor kurzen ihnen vier der Elfen in die Hände fielen, sie getötet wurden und nun im Hain schmerzlich vermisst die Trauer dort noch die Seelen betrübt. Nur noch fünf Elfen waren übrig, drei Weibliche und zwei Männliche, die eine trägt ein Kind unter dem Herzen, ihre Trauer am Tiefsten sitzt, ihr Seelengefährt einer der Vier war, die den Menschen zuletzt zum Opfer dielen.

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**Ich mache mir Sorgen um Silbermond, sie ist so still zieht sich zurück und wirkt so abwesend, seit Fuchsbau tot ist.** Sorgevolle Gedanken, die Windrose an Braunbär sendet, ihr Blick dabei auf der silberhaarigen Silbermond liegt, die etwas absetzt an einen Baum gelehnt saß, ein weiches Kaninchenfell gerbte, es ein Hemdchen für das Kind werden sollte das sie in sich trägt. Braunbär nickt auf die Worte, krault sich leicht durch den dunklen Bart, auch er sich Sorgen macht um die Elfin und das Kind, das sie in sich trägt. **Sie trauert um Fuchsbau, vergiss nicht, wie schön ihr Erkennen für sie war, sie haben es sofort angenommen, sich akzeptiert und lieben gelernt, wie ich es selten erlebt habe....Wir müssen ihr Zeit geben, und sie unterstützen.** Nickt die weißhaarige, ältere Elfin, seufzt leise, als sie die Stimme Silbermonds hört, hatte sie begonnen, leise zu summen, ein Lied, das Fuchsbau oft gesungen hatte. Selbst beim Gerben hält sie inne, scheint gedankenversunken, denkt an ihren Liebsten, ihren Seelengefährten, der nun nicht mehr bei ihr war, es so schmerzte daß sie seine Seele nicht mehr fühlen konnte, auch wenn sie wusste, daß er um sie herum war, aber fühlen... Wieso konnte sie seine Seele nicht fühlen ? Unbemerkt von ihr perlen sachte Tränen über ihre Wangen, lächelt sie kurz, erinnert sich an das Erkennen mit Fuchsbau, der seinen Namen bekam, als er ein Welpe war in einen Fuchsbau gekrochen war und man ihn erst ausgraben musste, um an ihn heran zu kommen. Ihr Erkennen war so schön und wie so oft unerwartet und überraschend, unglaublich für sie und ihn. War es mitten bei der Jagd gewesen, sie Beide einen Hirsch gestellt hatten, Jeder auf einer Seite einer Lichtung beide mit Pfeil und Bogen anlegten, bis sich ihre Blicke von dem Hirsch lösten und sich trafen, ihr Seelen sich verbanden. Kam der Hirsch damals davon, er bis Heute noch lebt, ein prächtiger Kerl geworden war, sie es nie gewagt hatten, ihn zu töten. **Oh, mein liebster Fjall...Ich vermisse dich so, ich will bei dir sein.** Sendet sieh einfach, hofft, er hörte es, wird sie aber hart aus den Gedanken gerissen, ein Schmerz durch ihren Unterleb reißt. **Oleon ?...Du willst wirklich hinaus in diese grausame Welt ?** Dem Kind in ihren Leib sendend, tritt es sie leicht, als würde es ihr antworten, dann erneut eine Wehe eintritt, sie aufwimmernd zusammenzucken lässt. **Du hast so einen starken Willen wie dein Vater, mein kleiner Oleon.** Rafft sie sich leicht auf, bei den Gedanken, die sie nun ihrem Kind erneut zusendet, mühevoll auf die Beine kommt, sich den runden Bauch hält. **Gib mir ein wenig Zeit, Oleon.** Erneut sendend, zuckt sie dann aber schon wieder zusammen, als eine weitere Wehe kommt. **Ungeduldig bist du auch wie dein Vater.** Lächelt sie kurz, bewegt sich dann langsam auf die Anderen zu, hält weiter ihren Bauch. **Windrose... es ist so weit du musst mir helfen.** Kommt die ältere Elfin auch sofort zu ihr, stützt sie, versteht auch Braunbär sofort, sendet Donnervogel, daß er das Neste richten solle. Schaut der Rothaarige auch sofort aus seinem Nest, springt dann herab zu dem Nest am Fuße des Baumes, dort schon ein Fell lag, das nur noch ausgebreitet werden musste. Tut Donnervogel es, richtet das Nest in Windesteile her, hat ebenso ein paar Kräuter bereit. Flucht er innerlich wieder auf die Menschen, ihr Heiler ebenso bei den letzten vier Ermordeten dabei gewesen war. Bescheid zu sagen braucht er nicht, Silbermond wird auch gleich von Windrose hereingeführt und hingelegt, keucht die Silberhaarige dann gleich wieder auf, die nächste Wehe gekommen war. Wirkt die Elfin blasser als sonst, auch wenn sie ja vor der Geburt stand, war sie kreidelbleich im Gesicht. Die junge Elfin Traumstein kommt auch kurz herein, wird dann aber von Braunbär hinausgeführt. *Lass das Donnervogel und Windrose machen. Wir stören jetzt nur, Wildrose war schon bei einer Geburt dabei ohne Heiler.* Der jungen Elfe sendend, die sich nun ängstlich an ihn klammert, weil Silbermond schmerzhaft aufschreit. Verbindet Donnervogel sein Senden mit ihr, sie so versucht zu beruhigen, spürt er dabei aber, daß sie schwach ist, schon jetzt Etwas nach ihr zu greifen scheint, sie will das es nach ihr greift. **Bleib bei uns Silbermond... dein Kind braucht dich doch.** Hilft das Senden, sie ein Stück zurückkommt. Schreit sie erneut, als Windrose ihre Hand auf den Bauch legt. Spürt sie, daß der Welpe groß sein musste, hatte es sich auch an dem großen Bauch schon abgezeichnet, die Mutter klein und zierlich war wie bisher keine Andere aus dem Stamm. Fast instinktiv presst Silbermond, schreit dabei erneut auf, Donnervogel dicht hinter ihr sitzt ihre schmalen Hände hält, ihren Schmerz teilt. Spürt er aber auch wieder, wie sie schwächer wird abzudriften scheint, ihre Seele erneut weggezogen wird. **Bleib Silbermond** Bleib sie noch, es ihr aber deutlich schwer fällt, sie wieder schwächer wird beim erneuten Pressen, dem Letzten. Gleitet der Welpe dabei in die Hände Windroses, legt sie ihn gleich auf den Bauch von Silbermond. Mit Besorgnis muss sie sehen, wie stark die Blutungen der Mutter sind, die deutlich schwächer wird, während der kleine Welpe auf ihnen Bauch laut zu schreien beginnt die Luft so in seine kräftigen Lungen saugt. "Mein Liebster... siehst du dein Sohn..." haucht Silbermond, lächelt leicht, ist nun wirklich fast weiß im Gesicht, die Augen trüb. Spürt Donnervogel, daß sie wieder wegdriftet, die Seele wie magisch von Etwas angezogen ist. "Sie geht zu ihm..." Haucht Donnervogel es fast erstickt, die Tränen in seine Augen treten. Zeigt sich bei Windrose fast etwas Ungläubiges, auch wenn sie nun selber spürt, daß es nur so sein kann. **Donnervogel... Kümmere dich um Oleon....** Sind es die letzten Gedanken von Silbermond, streifen sie dann scheinbar noch das Kind auf ihren Bauch es ruhig wird, leise wimmert. Ist nur noch der letzte Atem, ein Wispern von den Lippen Silbermonds zu hören, bevor sie stirbt, ihre Seele den Körper verlässt. Weint Windrose sofort, schluchzt laut auf, Donnervogel den Welpen aufnimmt ihn eng an sich zieht. **Oleon... ich bleib bei dir... Werde dein Vater sein.** Beruhigt er den Welpen. Draußen ist es ruhig, Braunbär und auch Traumstein gespürt hatten, die Seele Silbermonds sie noch berührt hatte. Hinter ihnen tritt das Wolfsrudel aus dem Unterholz, versammelt sich im Lager, als wüssten sie, was geschehen war. War das Rudel immer gekommen, wenn es Tote zu beklagen gab, sie es wohl auch spüren konnten.

In der Höhle reicht Donnervogel nun doch den Kleinen der Elfin, nimmt den Körper Silbermonds auf, sie aus dem Nest trägt. Wimmert Traumstein auf, als sie Silbermond sieht, schlaff, leblos in den Armen des Rothaarigen, der sie nun zu den Wölfen, der weißen Wolfsfreundin von Silbermond bringt, auf den Rücken des Tieres legt. Geht die Wölfin sofort in den Wald, das Rudel ihr folgt, werden die Wölfe Heute Nacht für sie heulen. Braunbär hält eine Wölfin auf, sie Junge hatte, nicht weit vom Lager entfernt, bittet er sie, die Jungen ins Lager zu bringen, sie nun einen Welpen mehr zum Versorgen bekommt. Hatte sie Zwei, es noch genug Platz für den kleinen Elfenwelpen gab. Bleibt die Wölfin auch erst einmal, legt sich hin, der Welpe jetzt Milch brauchte. Windrose legt den kleinen Elfen gleich an die Zitzen der Wölfin, saugt der Kleine hungrig die Wölfin ihn dabei ableckt, ein gutes Zeichen, daß sie ihn annimmt. "Wieder Einer weniger ... und doch irgendwie nicht, Einer ging, Einer kommt und doch schwindet unser Stamm sichtlich." Wispert Braunbär, setzt sich auf einen Baumstamm, lagen Einige davon um die Feuerstelle herum, die Anderen sich hinzu setzten. "Ich werde ihm ein Vater sein, die Wölfin seine Mutter... Silbermond nannte mir seinen Seelennamen, hat ihn mir anvertraut." Wispert auch Donnervogel, es ihm unangenehm war, daß er allein ausgewählt war. "Das ist gut ... wir verlassen uns, daß du ihm ein guter Vater bist." Spricht Braunbär wieder, die beiden Elfinnen nicken, es gut finden. "Wir werden nun noch vorsichtiger sein, nur noch in Paaren jagen, immer in Kontakt bleiben können, nicht zu weit weg vom Lager, um den Menschen nicht zu begegnen." Ist es der Entschluss des Anführers, Alle sich gern daran halten, er recht hatte. Merken sie auf, als das erste Wolfsgeheul beginnt, erheben sie sich aus Respekt vor Silbermond, Alle ihre Köpfe in den Nacken legen, mit in den Trauergesang der Wölfe einstimmen, für Silbermond heulen. Heult auch die Wölfin, die den Welpen säugt, das Baby laut zu schreien beginnt, mit in das Heulen einzustimmen scheint. Donnervogel hockt sich leicht hin, den Kleinen aufnimmt, bevor er weiterheult, das Kind noch immer weint, doch jetzt sicher in den Armen des Elfen liegt. Verklingt der Gesang der Elfen nur langsam, die Wölfe noch eine Weile weiterjaulen, die Menschen daher wissen, was geschehen war, wussten, daß die Wölfe heulten, immer wenn einer der Dämonen gestorben war.

"Silberfuchs sollst du heißen, es dein Stammesname sein, in dem Gedenken an deinen Vater Fuchsbau und deine Mutter Silbermond..... Du hast die goldenen Augen deines Vaters und das silberne Haar deiner Mutter. Verkörperst das Beste von Beiden." Wispert Donnervogel, ihm erst jetzt Tränen in die Augen schießen. **Oleon...Kleiner Silberfuchs.**

 

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